Tabula rappelvoll!

September 26, 2009

„Das Ereignisprotokoll auf diesem System ist voll. Es können sich nur Administratoren anmelden und das Problem beheben.“

Aha! Mein Ereignisprotokoll ist auch voll. Und? Schrei ich gleich nach einem Administrator?

Problem beheben! Dazu müsste man doch erstmal wissen, wo das Problem überhaupt liegt. Weiß das ein Administrator? Was macht er denn in solch einem Fall?

Die Ereignisse einfach löschen. Knopfdruck und Tablula Rasa.

So ist das also.

Wenn Tabula Rasa die Seele als Hort der Erkenntnis in ihrem ursprünglichen Zustand umschreibt, also ein leeres Ereignisprotokoll, welche Bezeichnung verdient dann ein von Eindrücken und Fehlermeldungen vollkommen zugemüllter Geisteszustand?

Wenn es doch nur einer Löschung bedarf, um das Problem zu beheben, wo verflucht ist dann der verdammte Administrator, wenn man ihn mal dringend braucht?

Wahrscheinlich macht er gerade eine Fortbildung zum Umgang mit systemischen Konstruktionsfehlern.

RoterKnopf

In seinem falbelhaften Wortkino beschreibt Peter Maywald den „Wie-Vergleich“ als „Dampf- und Schellbügeleisen, mit dem sich noch der faltereichste Stoff glätten lässt“. Recht hat er!

Mit Social Media ist es wohl wie mit Dosenananas. Ich erinnere mich noch sehr genau, im elterlichen Keller wurden sie gehortet: die Südfruchtkonserven. Mühsam, über Jahre hinweg – der Westverwandtschaft aus Kassel sei Dank, um dann zu großen Feierlichkeiten angemessen aufwarten zu können – unter anderem, um es der extra angereisten Westverwandtschaft aus Kassel an Nichts fehlen zu lassen.
Auf Äpfel, Birnen und alles was der heimische Obstmarkt saisonbedingt hergab konditioniert, waren die heimlichen Naschsausflüge für mich eine Riesensache. Bewaffnet mit Dosenöffner und Löffel schlich ich immer öfter die Treppenstufen hinunter, um noch mehr von der süß-duften Verführung zu kosten.
Es kam, wie es kommen musste: nicht nur waren meine Schwester und die grenzkontrolltraumatisierten Tanten enttäuscht, weil zur Konfirmation ausnahmsweise mal nicht mit Ananassahneschnittchen angegeben wurde, auch wird mir heute – über 20 Jahre später – immer noch speiübel, wenn ich im Supermarkt an Dosenananas vorbeigehe.

Ananasdose

Fazit:

Überdosis, bleibt Überdosis! Letztendlich geht man immer maßlos angekotzt aus solch einer Geschichte raus.

You’re So Vain …

Juli 9, 2009

Personalisierung und das weiß man nicht erst mit einem abgebrochenen BWL-Studium, schafft Kundenbindung.
Die individuelle Ansprache setzen wir mittlerweile förmlich voraus. Neue Technologien erhöhen etwa den Aufmerksamkeitswert von Webseiten.
War ich anfangs nach etwas irritiert, innerhalb meiner familiär-intimen Google-Poststation mit auf meine Bedürfnisse zugeschnittenen Werbebannern konfrontiert zu werden, denke ich mittlerweile auch schon mal daran, mich vorher auszuloggen, bevor ich auf die virtuelle Suche nach den neusten [geschwärzt]-Praktiken gehe.

Der User – mit seinen individuellen Bedürfnissen und Interessen – steht im Mittelpunkt. Alles wird um ihn herum organisiert, gepimt und gepäppelt, um ihn bei (Kauf-)Laune zu halten. Dieses System – welches daraus hervorgeht – wirkt wiederum zurück auf die Nutzer und ihre Handlungsoptionen.

Besonders deutlich und folgenreich gestaltet sich dieser Zusammenhang hinsichtlich des Leseverhaltens:
Mittlerweile hat das Internet die Zeitung als Informationsquelle abgehängt. Zu stark schlagen die Aktualität und die Allgegenwärtigkeit des virtuellen Raums ins Gewicht. Bezieht man diesen Wandel auf die Personalisierungsentwicklung bleibt zu fragen, wie viel Innovationskraft solch individualisiertes Informationsverhalten überhaupt noch mitbringt.
Von abwechslungsreichem Gehirnfutter kann in dem Moment wo wir ausschließlich interessengesteuert nach Informationen suchen keine Rede mehr sein.
Werden beim Lesen der Zeitung (Printausgabe) schon mal Stellen erfasst, die uns zunächst gedanklich auf neue ferne Ufer zusteuern lassen, besteht im Internet viel eher die Gefahr, dass wir uns über Routen und feststehende Verbindungen treiben lassen, die uns, da nutzeroptimiert angelegt, ausschließlich auf ausgetretene Pfade leiten, welche sich durch die hoch selektive Lektüre dann oftmals auch zu Sackgassen entwickeln.

Ich stelle also die Frage: Wenn sich alles nur noch um deine Interessen dreht, wo bleibt da der neue, der andere Blickwinkel.

… you probably think this song is about you! Don’t you? Don’t you!

Was uns durch die Personalisierung der Inhalte vorgegaukelt wird, ist eine Welt, in der wir König(kunde) sind. Eine Welt die uns den Blick und auch den Sinn dafür verstellt, dass da noch mehr ist und unsere Meinung nicht das Maß aller Dinge.

Es ist ja ganz reizvoll, mal im Auge des Tornodos zu stehen, aber wie kommt man da wieder raus? Verdammt nochmal!t

HITZEFREI!

Juli 3, 2009

M [14:23]:
grummel grummel grummel da oben, aber runter kommt nix, wie lange zögert denn der Donnergott es noch hinaus!?
K [14:24]:
vielleicht kann er nicht, wenn so viele dabei zusehen
M [14:24]:
da hab ich den aber schon ganz anders erlebt, der soll jetzt bloß mal nicht so schüchtern tun!
K [14:25]:
feigling, feiglich!
S [14:25]:
Jaja die Männer alles Memmen…
K [14:26]:
ich brauch hitzefrei ..
S [14:26]:
häh es ist doch hitzefrei
S [14:28]:
Der Vorstand hat gerade das licht auf dem flur ausgemacht und ist nach hause gegangen…
K [14:28]:
nacht john boy!
S [14:29]:
Gute Nacht Mary Ellen
M [14:31]:
Na also .. geht doch!

Der Mensch neigt zu Routinen. Gewohnte Handlungsfolgen vermitteln das Gefühl von Sicherheit. Planen wird möglich. Doch wird dieser Zustand, der scheinbar frei von unvorhersehbaren Risiken gehalten wird zu einem hohen Preis erkauft.
No Risk. No Fun!
Und noch fataler: Kein Risiko. Keine Innovation.

Die Psychologieecken hier nicht näher spezifizierter (da austauschbarer) Zeitschriften bedienen sich in solchen Fällen immer gern des Bildes „festgetretener Pfade“, die dringend zu verlassen sein, wolle man wieder zurück zur wahren Lebensfreude finden.
Das „Aufbrechen zu neuen Ufern“ wird nicht nur beschrieben, sondern auch besungen. Gemeint ist immer das Gleiche: Aufwachen! Ausbrechen! Fremde Leben atmen!

Das uns das nicht ohne weiteres gelingt, liegt an der großen Erzählung des roten Fadens. Die Beraterriege (Unternehmens-Personal-Lebens-Beziehungs-Familien-usw.) schlägt unbarmherzig in die Pfade-Kerbe und gleichzeitig neue und vor allem ausschließlich erfolgsversprechende Wege vor.
Keine Umwege! Keine Aufenthalte! Lücken im Lebenslauf? Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben. Wir wünschen Ihnen für ihren weiteren Lebensweg viel Erfolg (denn ohne den läuft gar nichts).

Zielstrebig und geistig vereinsamt steuern wir auf den Abgrund zu. Fallen wir erst einmal, greift auch das Bild nicht mehr, der rote Faden wird den Sturz nicht aufhalten.

Zum Glück gibt es das Netz, was den ein oder anderen schon aufgefangen hat. Es muss so sein, denn die Mahnungen: „Womit du dich schon wieder beschäftigst! Hast du zu viel Zeit? Mach doch mal was Vernünftiges! Was Produktives vielleicht?“ sind im Internet weitaus weniger anzutreffen.
Geistige Umtriebigkeit, das Verlassen ausgelatschter Pfade gehört hier nicht nur zum guten Ton, die Nichteinhaltung fungiert gar als Ausschlusskriterium. Das ist wunderbar! Haha!

Bei allem (hier schon mal) anklingendem Technikpessimismus und Entschleunigungsbestreben sollte man nicht die Impulsgebungskraft der neuen Kommunikationstechnologien aus den Augen verlieren.

PS: Vielleicht sollte ich auch einfach ein bisschen mehr in die Menschheit vertrauen, dass sie die innovativen Pfadangebote für sich und ihr Seelenheil anfängt nutzbar zu machen und den roten Faden auch mal einfach roten Faden sein lässt.


Übung macht Meister!

Es gibt Momente, da ist das Licht einfach schöner und die Welt riecht viel besser, die Geräusche machen neugierig .. man ist wach!
Hat die Scheuklappen mal iiiiirgendwo liegen lassen.
Man sieht und wird gesehen. Blicke. Lächeln. Einverständnis. Und man möchte die inneren Monologe hinausschrei(b)en und tut das auch. Jetzt steht es fest, jetzt erst gehört es wirklich zu mir.

Auf’s Maul!

Juni 30, 2009

Im Hinblick auf Medienbrüche wird die Verbindung zwischen on- und offline schon lange diskutiert. Handybilder und Youtube-Videos finden sich mittlerweile ganz selbstverständlich in allen klassischen Medienformaten. Die ehrwürdige Tagesschau bemüht immer häufiger frische Infos aus der Twitter-Community. Aktualität hat einen neuen Stellenwert. Nichts ist älter als eine Meldung von vor 2 Stunden.

Die Gefahr besteht natürlich darin, dass Ereignisse nur noch angerissen werden. Denn: tiefgründige, zeitaufwändige Recherchen laufen dem Aktualitätsprinzip zu wider.
Die Beschleunigung, die das Informationsverhalten dadurch erfährt, schreibt sich somit sukzessive fort und reproduziert sich selbst.

Ähnliche Überlegungen gab es bereits hinsichtlich des veränderten visuellen Rezeptionsverhaltens, wonach sich etwa ältere Zuschauer bei Programmen ohne Geschichte völlig verloren fühlten, während besonders bei jüngeren Zuschauern, eine neue Art der Verarbeitung visueller Informationen festgestellt werden konnte, die wiederum einen starken Einfluss auf die Entwicklung neuer medialer Angebot für diese Zielgruppe hatte (MTV-Revolution).

Bildlich gesprochen: setzt man einen heute 9 Jährigen vor eine – wenn auch actionreiche – Buds Spencer und Terence Hill-Folge oder drängt ihm gar Stan Laurel und Oliver Hardy auf, ist entweder nach 5 Minuten eingeschlafen oder rennt angesichts des sich ausbreitenden Vakuums in Folge lahmer Schnittfolgen schreiend  aus dem Zimmer und stürzt sich – bereits hyperventilierend – in die nächste WoW-Schlacht.

Überträgt man dies nun auf die sich wandelnde beschleunigte Informationsverarbeitung, erklärt sich auch die heutige Reaktion meiner Schwester auf meine Facebookseite.

Bohren, bohren!

Alles will sie genauer wissen. Scrollt sogar zurück und schaut sich uralte Meldungen an. Und warum? Bei gleicher Veranlagung, da familiärer Abstammung, ähnlicher klassischer Mediennutzung (wenig Fernsehen, viel Buch, viel Musik, bloß kein Telefon) sollte man ja eigentlich davon ausgehen, dass wir einem ähnlichen Informationsverhalten frönen. Schaue ich mir das aber an: dieses Nachbohren, Wissenwollen und nachdem schon viele Fragen rausgefeuert wurden, noch mal zurückzuscrollen, um dann direkt die gleiche Menge noch mal abzuschießen … !

Der Unterschied muss in der Verbindung liegen. Sie Modem (56 Kbit/s). Ich DSL 6000. Sie handbetriebener Schienenwagen. Ich Bugatti Veyron.
Während sich ihre Seite laaaangsam von oben nach unten aufzieht, hat sie Zeit nachzudenken. Kann sich überlegen, was sie sagen, was sie wissen will. Ich bin schon so konditioniert: ich reiße nur noch an. Arbeite ausschließlich mit Seiten, die meine Häppcheninformationen bündeln und Raum für Notizen lassen. Sie ist der 20 Seiten-Aufsatz. Ich bin die Bild-Schlagzeile.

Interessant ist, dass ich gerade den Rückwärtsgang einlegen will und sie vielleicht schon in den Startlöchern steht. Vielleicht treffen wir uns ja auf halber Strecke und reden mal darüber!

Es gibt Momente, da kommt es mir noch gar nicht so lange vor und im nächsten Augenblick ist es *FLUuuuuSH* Lichtjahre entfernt:

Leicht uniformiert aber auch stolz auf das blaue Halstuch sangen wir an gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt. In kleinen, 5 bis 8 Kinder stark besetzten Gruppen tourten wir von Jugendweihen zum Fest der junger Talente und wieder zurück zum Morgenappell.

Appell

Solidaritätslieder wie „Kleine weiße Friedenstaube“ standen bei den zumeist lieben, immer auch etwas dümmlich dreinblickenden Jugendgruppenleitern in blauen FDJ-Hemden immer ganz hoch im Kurs.

Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land;
allen Menschen, groß’ und kleinen, bist du wohlbekannt.

Und die Lieder brannten sich ein. Weil sie so richtig wichtig waren und doch „dem Volke gehörten“ … darf man das eigentlich noch sagen?

Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier,
dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.

Jetzt verschwimmt das Bild wieder, scheint unendlich weit weg, unwirklich. Auch kitschig!

Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal;
bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.

Aber was ist eigentlich so falsch daran, die Solidarität (Anmerkung des Autors: ich kann dieses Wort einfach nicht mehr hören … schreiben ist ok .. aussprechen geht gar nicht!) und den Frieden zu besingen? Freundschaftsbekundungen an die Kinder der Brüderstaaten zu schicken, Friedenstauben zu basteln und sich während man sich die rote Farbe (für den Schnabel) bei der Pionierfreundin borgt, kurz darüber auszutauschen, warum man eigentlich den Pappvogel gleich auf einen Holzstab nagelt, um dann „Solilieder“ schmetternd durch die sommerliche Stadt zu wandern?

Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück;
kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück.

Und weil sich Gutes immer durchsetzt, habe ich heute auch eine frohe Botschaft zu überbringen:

„The Friedenstaube is back!!!“

Heute gurrt sie nicht mehr sondern zwischert und das schöne weiße Kleidchen hat sie gegen einen modischen blauen Anzug eingetauscht (dann und wann wurde sie auch mal mit Sunglasses gesichtet!).

twitter-bird-5

Das sind aber nur Details. Der Terminator hat sich auch von Arnold Schwarzenegger emanzipiert und die Leute schauen sich den Film immer noch an (Alternativgleichnisse sind herzlich willkommen).

Als mich gestern der Aufruf via Twitter erreichte, konnte ich endlich mein Solidaritätsverständnis entstauben:

If anyone is on twitter, set your location to Tehran and your time zone to GMT +3.30. Security forces are hunting for bloggers using location/timezone searches. The more people at this location, the more of a logjam it creates for forces trying to shut down Iranians’ access to the internet. Cut and paste and please pass it on.

Egal, ob man die Aktion für erfolgsversprechend hält oder das vermeintliche Vorgehen („forces trying to shut down Iranians’ access to the internet“) als glaubwürdig einstuft oder nicht. Die Aktion setzt ein Zeichen, signalisiert Aufmerksamkeit … lässt den ein oder anderen mal genauer Hinschauen, provoziert Fragen und sei es nur die Auseinandersetzen mit der eigenen Geschichte, den eigenen Werten und deren schleichendem Verfall.

Weil ich dich liebe!

Juni 22, 2009

Innige Zweisamkeit – gemeinhin bekannt als „Liebe“ – hat – und das wissen wir nicht erst durch Marius Müller Westernhagen – immer auch was mit „Brauchen“ zu tun. Yin braucht Yan. Fix braucht Foxi (und für die Ossis unter uns: Bolek misstraute schon mal Olek. Aber auf Mädels waren die Jungs einfach nicht eingestellt).

Wenn man also schon nicht weiß, ob man liebt, dann doch wenigstens, ob man braucht.

Ich hatte heute festgestellt, dass ich mein Handy NICHT brauche. Im ersten Moment war es seltsam. Auf halber Strecke auf dem Weg zur Bahn, habe ich noch kurz darüber nachgedacht, zurückzugehen. Die Tatsache, dass ich im 4. Stock wohne und es verdammt früh war, hat mich letztendlich davon abgehalten. „Ich brauch dich nicht!“ hab ich gedacht. Das kurze Innehalten hat mich die Bahn verpassen lassen. Ein Blick auf die Abfahrtszeitentafel, S 6 – 08:22, ein Griff in die telefonlose Jackentasche: „Ich brauch dich nicht!“ hab ich gedacht. „Aber ich brauche endlich mal eine Uhr!“

Das alte Lied: Hat man erstmal eine Bahn versäumt, kommt man in die Verspätungsanschlussschleife. Mal beobachten hier, mal rumstehen da.

Der pefekte Nährboden für Statusmeldungen wie:
Den Sommer vergisst das Universum andauernd – aber nur EINMAL einen Montag auslassen, das ist offenbar nicht drin. #pfff (@Sascha: Hab ich mir mal ausgeliehen, war einfach zu schön …).
Wenn man dann erstmal anfängt, in Statusmeldungen zu denken, ist es gar nicht mehr so leicht damit aufzuhören. Zumal sie sich bei Nichtrauslassung anfangen aufzureihen, sich zu schubsen und zu kneifen. Kann denn sammeln sünde sein? navdušen sem… Gedränge in der Menge. Ein Tweet sagt mehr als 1000 Worte. … Hey! Aufhören! Gleich rappelt’s!

Also ja … VERDAMMT .. „Ich brauche dich! Ich liebe dich!“

Und dann hält man aus: nächster Halt – Köln West. Brrrrr! nächster Halt – Brühl. Uiuiui. Nächster Halt – Roisdorf. Und man ist kurz davor rauszuspringen. Dem nächsten Passanten das Handy aus der Hand zu reißen, aber was, wenn er noch nicht „mobil unterwegs“ ist?

Mit letzter Kraft und acht Selbstmordausmalungen später, erreicht man dann das Büro. Unter Schmerzen startet man den Rechner … Firefox .. w-w-w-.-f-a-c-e-b-o-o-k-.-d-e … und da steht es und funkelt mich an:

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